Schlagwort Archives: Mieterhöhung

Mieterhöhung

Bundestagswahl vorbei, Mieterhöhungsbegehren erhalten.
Zufall?
Vielleicht, jedenfalls landete am Montag nach der Wahl der Brief der Gewobag im Briefkasten. Obligatorisch ist die Frage:
Warum wird die Wohnung bzw. das Haus immer älter und die Miete immer höher?
Diese Frage kann niemand verständlich beantworten, richtige Antwort wäre:
Weil es möglich ist laut Gesetz und Mietspiegel.
Zwei Jahre gab es keine Erhöhung der Grundmiete (auch Kaltmiete genannt), daher sind 4% Erhöhung möglich, die ortsübliche Vergleichsmiete lt. Mietspiegel ist noch nicht erreicht, also ist das Verlangen des Vermieters legitim.

Klar ist auch, dass kein Mieter gerne eine Mieterhöhung hinnimmt, auch wenn wir uns in vielen Jahren daran gewöhnt haben, dass Vermieter das so handhaben und die gesetzlichen Möglichkeiten nach BGB ausschöpfen.Read more

Spitzenmieten

Berlin leidet unter Wohnungsnot, d.h. das Angebot ist kleiner als die Nachfrage, besonders im Bereich der Kaltmieten von 5 bis 10 Euro/ m².
Wer bereit oder in der Lage ist, auch 1400 Euro Gesamtmiete monatlich zu zahlen, hat bisher noch kein Problem, doch viele Haushalte können eben das nicht.

Die landeseigenen Wohnungsunternehmen (im weiteren kurz LWU) wollen innerhalb der nächsten 10 Jahre mehrere tausend Neubauwohnungen bauen lassen und kaufen weitere Wohnimmobilien zum derzeitigen Bestand von rund 320.000 Wohnungen dazu.Read more

Mieterhöhungen 2016

Da war doch noch etwas?

Richtig, über die Mieterhöhungsbegehren der Berliner Wohnungsunternehmen hatte ich hier bereits in mehreren Beiträgen berichtet.
Interessant in diesem Zusammenhang ist es, dass schon im letzten Quartal 2016 über 26.000 Mieterhöhungsschreiben von den Gesellschaften verschickt wurden. Dass die Senatsverwaltung nun alle Mieterhöhungen ab 01.01.2017 gestoppt hat, nützt den betroffenen Mietern nichts mehr. Auch darunter gab es bereits mehr als 1500 Mieterhöhungen von mehr als 10%.

Hier soll es auch nicht darum gehen, dass die Forderungen der Vermieter weitgehend legal waren, sondern darum, dass die Mieten- und Wohnungspolitik in Berlin (die Wohnungsnot wurde von der SPD jahrelang geleugnet) sich auch unter Rot-Rot-Grün nicht wesentlich verbessert hat.

Wohnen (zur Miete) muss ein Grundrecht bleiben und es muss für jede Einkommensgruppe bezahlbar sein. Hier ist ein Handlungsfeld für die Mietervertreter aller Wohnungsunternehmen, besonders die 2016 gegründeten Mieterräte. Gemeinsames politisches Handeln ist erforderlich, besonders im Wahljahr sollten wir den Druck, den Wählerstimmen auf Politiker ausüben können, nutzen.
Die im Koalitionsvertrag ausgewiesenen Bekenntnisse zu moderaten Mietsteigerungen und zu geringeren Umlagen von Modernisierungsmaßnahmen müssen nun in Gesetze gegossen werden. Besonders da inzwischen die Sozialmieten (also Mieten bei den kommunalen Wohnungsunternehmen) im Durchschnitt höher sind als die Mieten auf dem freien Markt, ist eine Regulierung erforderlich, verbunden mit einem umweltverträglichen Neubau von bezahlbarem Wohnraum für die wachsende Stadt.

Mieterhöhung, die Zweite

…also quasi eine Fortsetzung des Blogbeitrags vom 19. Januar.
Der laute Aufschrei etlicher betroffener Mieter – bei der Gewobag sollen es in Schöneberg 120 gewesen sein – und die Darstellung in den Medien hat dazu geführt, dass die Senatorin nun darauf dringt, dass alle Mieterhöhungen nach dem Jahresbeginn erst einmal ausgesetzt werden, bis es neue Regelungen, konform zum Koalitionsvertrag, gibt.
Also ein Sieg in der ersten Runde.Read more