Schlagwort Archives: Mietenpolitik

Konferenz der Mietervertreter

Am 9. November fand die erste Konferenz der Mieterräte und Mieterbeiräte der LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) statt.
Eingeladen hatte die WVB AöR (Wohnraumversorgung Berlin), eine Senatsdienststelle, die 2016 als Folge des Wohnraumversorgungsgesetzes (WoVG) geschaffen wurde und die Koordination der 6 LWU sowie die Unterstützung und Fortbildung der Mietervertreter zur Aufgabe hatte.

Es waren ca. 180 Gäste der Einladung gefolgt, darunter neben den Mietervertretern auch Mitarbeiter der LWU. Die Senatorin Katrin Lompscher wurde von Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin) vertreten, die im Einleitungsvortrag den neuen sozialen Wohnungsbau beschwor, und damit bezahlbare Mieten auch bei Neubauvorhaben, die allen Zuwanderern nach Berlin zur Verfügung stehen sollen.
Die Stadt wächst derzeit um 40.000 bis 50.000 Einwohner jährlich, die Urbanisierung zeigt sich hier wie in anderen deutschen Großstädten.Read more

Berliner Wohnungspolitik

Leider immer wieder muss man als Mieter feststellen, dass Politik in Berlin nicht für die 85% der Bevölkerung gemacht wird, die zur Miete wohnt.
Kurz ein Blick auf den Berliner Wohnungsmarkt, auch wenn die Zahlen hier schon genannt wurden:

1,9 Millionen Wohnungen gibt es in Berlin,
davon rund 1,68 Millionen Mietwohnungen, der Rest sind sogenannte Eigentumswohnungen, also Immobilien in Privatbesitz, die vom Besitzer selbst bewohnt werden oder von ihm vermietet wurden.
Wie viele davon nach wie vor als Ferienwohnungen genutzt werden ist nicht bekannt.

Im Besitz der 6 LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) befinden sich derzeit 320.000 bis 330.000 Wohnungen, Genossenschaften besitzen ca. 200.000 Wohnungen in der Stadt, der Rest befindet sich in Privatbesitz.
Dazu gehören nicht nur Immobilienbesitzer mit 1 oder 2 Mehrfamilienhäusern, sondern auch börsennotierte Wohnungsunternehmen wie die Deutsche Wohnen und die Vonovia.
Insgesamt fast 200.000 Wohnungen gehören dazu, von denen die Deutsche Wohnen bereits 110.000 besitzt.Read more

Ist Mietervertreter etwas Politisches?

Komische Frage wird nun der eine oder andere denken.
Aber so trivial scheint es nicht zu sein, denn bei den 6 Mieterräten in Berlin gehen die Ansichten dazu erheblich auseinander.
Zwar hat die Politik – noch unter Andreas Geisel als Senator – diese Form der Mietervertretung beschlossen (siehe WoVG), dabei aber auch ignoriert, dass es längst Mieterbeiräte in vielen Wohnquartieren gibt. Diese sind nicht politisch legitimiert, sondern entsprechen „dem Wunsch“ des Abgeordnetenhauses, dass zusammenhängende Quartiere mit mehr als 300 Wohneinheiten eine Mietervertretung haben sollten.
Das wird von den 6 landeseigenen Wohnungsunternehmen sehr unterschiedlich gehandhabt, während bei einer Gesellschaft ca. 65% der Mieter durch Mieterbeiräte vertreten sind, hat eine andere Gesellschaft die Wahl bisher durch ein gefordertes Quorum von 25% erfolgreich verhindert.

Dazu muss man wissen, dass die Wahlbeteiligungen sehr gering sind, 10 – 15% sind normal, 25% die Ausnahme.Read more

Politik gefordert

Zugegeben, mit der jetzigen Senatsverwaltung haben es die Mieter recht gut getroffen. Selten genug wurde in der Vergangenheit mieterfreundliche Politik gemacht, mit einer Senatorin aus der Linkspartei könnte das klappen.

Was sollte denn verändert werden?
Welche Interessen haben Mieter, die sich tatsächlich verwirklichen lassen?Read more