Mieterräte, Mieterverein

Mietervertretungen gibt es eine Menge, teils selbst organisiert von engagierten Mietern, teils von den Wohnungsbaugesellschaften, nennen sie sich Mieterbeirat oder Mieterrat, wobei die letztgenannten nun per Gesetz den kommunalen WBGen in Berlin „verordnet“ wurden.

Eher als ungeliebte Pickel, denn als Mitbestimmung der Mieter werden sie von den Geschäftsführern der WBGen gesehen.

Dazu kommen professionell geführte Vereine wie der Berliner Mieterverein, der sich ebenfalls als Vertreter der Mieterinteressen sieht, sich diese Vertretung allerdings auch honorieren lässt. Dafür kann er Rechtsberatungen durchführen und Mieter bei Rechtsstreitigkeiten gegenüber dem Vermieter auch mit Fachanwälten vertreten.
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Mietervertretungen

Ja, zugegeben, ein bisschen verwirrend ist das schon, Mieterrat, Mieterbeirat, was machen die eigentlich alle?

Mieterbeiräte gibt es schon seit einigen Jahren, zum Teil selbst organisierte Mietervertretungen, die bisweilen von den Vermietern – meist Wohnungsbaugesellschaften –  nicht einmal anerkannt wurden, später dann von den Gesellschaften (der Verständlichkeit wegen im weiteren WBG = Wohnungsbaugesellschaft genannt) selbst organisiert, weil man hoffte sie auf diese Art ein wenig kontrollieren und lenken zu können.
Politisch schon lange gefordert, wenn auch nicht verbindlich, wurde nun mit dem Wohnraumversorgungsgesetz eine Mietervertretung als Mieterrat von der Senatsverwaltung festgesetzt.
Dieser Rat soll die gesamte Mieterschaft einer WBG vertreten, wurde folgerichtig auch von allen Mietern gewählt (wobei die Wahlbeteiligung bei der Gewobag bei knapp 16% lag). Auch die Aufgaben sind in einer Satzung festgelegt, die von der Senatsverwaltung in Kooperation mit den WBGen und Mieterbeiräten formuliert wurde und für alle 6 Berliner WBGen gilt.

In diesem Sinne wurden die Mieterräte gewählt, nun gilt es die Schwerpunkte der Mieterinteressen zu finden und bei den WBGen diese zu vertreten.