Kategorie Archives: Mietenpolitik

Gewobag

Warum einen Bericht über die Gewobag, ein landeseigenes Wohnungsunternehmen von insgesamt 6 in Berlin, wenn man Berlinovo mitrechnet sogar 7?

Weil ich Mieter der Gewobag und Mietervertreter bin?
Nein, sondern weil in den letzten Wochen etliche Anfragen an das Berliner Abgeordnetenhaus ergingen, die sich nach verschiedenen Gesichtspunkten und Strukturen oder Aktivitäten der Gewobag erkundigten.
Warum nicht nach den anderen Gesellschaften gefragt wurde, entzieht sich leider meiner Kenntnis, aber da ich eine kurze Übersicht über die Anfragen und Antworten liefern möchte, habe ich als Überschrift „Gewobag“ gewählt.

Wie ist die Wohnungsbau AG Gewobag strukturiert?

Welche Gremien unterhält die Gewobag?

Welche Dienstleistungen bietet die Gewobag an?

Welche Gremien unterhalten die Tochterunternehmen der Gewobag?

Wie viele Wohngebäude und wie viele Wohneinheiten hat die Gewobag im Bestand?

Wie viele Gebäude mit wie vielen Wohneinheiten befinden sich im Bau?

Wie viele Gewerberäume unterhält die Gewobag?

Das sind die 7 relevanten Anfragen der letzten Wochen, hier einmal in gebündelter Form und zum Nachlesen.
Zwei weitere Anfragen sind kurz beantwortet worden:

Wie viele unbebaute Grundstücke hat die Gewobag verkauft?
Keine (s18-13657)
Hat die Gewobag seit 2015 Gebäude durch Vorkaufsrecht erworben?
Nein (s18-13717)

Wohnungsbau-Tag

Am 1. März fand ein Symposium zum Thema Wohnungsbau in Deutschland statt, nicht zum ersten Mal, sondern bereits seit 2009 jährlich , also war es der 10. Wohnungsbau-Tag.

Viele interessante Fakten, Ideen und Versäumnisse wurden an diesem Tag angesprochen, Polit-Akteure kamen ebenso zu Wort wie Immobilienunternehmen, Wissenschaftler (Pestel-Institut) und Mietervertreter (DMB).
In Deutschland fehlen 1,5 Millionen Wohnungen, während gleichzeitig 1,5 Mill. Wohnungen leerstehen. Paradox?
Keineswegs, denn die leerstehenden Wohnungen befinden sich in Regionen ohne Arbeitsplätze, die Menschen zieht es in die Ballungszentren, weil sie dort Arbeit finden und verständlicherweise in der Nähe eine Wohnung suchen.

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Koalitionsstörung

Eigentlich glaubt man, dass in einer Koalition alle in dieselbe Richtung marschieren wollen, doch offensichtlich trifft das in Berlin nicht zu.
Während Linkspartei und Grüne (erstaunlich genug) hier in Berlin bei Wohnungsbau und Mietenpolitik nahezu gleiche Meinungen vetreten, schert die SPD jetzt aus. Klar, das Ressort Stadtentwicklung und Wohnen mussten die Genossen nach gefühlten 100 Jahren an die Linken abgeben, damit fehlt ihnen der Spielplatz, auf dem sich so trefflich mit der privaten Wohnungswirtschaft klüngeln ließ.

2002 bis 2009: Verkauf von Filetgrundstücken zu lachhaften Preisen an private Investoren, die dort hochpreisige Luxuswohnungen errichten konnten. Dann der Verkauf der Wohnungen mit hohen Gewinnmargen oder Vermietung zu Quadratmeterpreisen, die sich kein Normalverdiener leisten kann, waren die Folge.Read more

Neubaublockade durch Senatsverwaltung?

In der letzten Woche konnte man mehrmals Berichte in den Medien lesen, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Neubau in der Stadt ausbremst.
Sogar die 6 LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) versteigen sich zu einem „Brandbrief„, in dem sie Katrin Lompscher dafür verantwortlich machen wollen, dass sie selbst in den letzten Jahren die Quote beim Neubau nicht erfüllt haben.

Werfen wir einen Blick auf Anspruch und Wirklichkeit, dann stellen wir fest, dass von den Versprechen der LWU (Wir bauen für Berlin) nicht viel realisiert wurde, statt 5000 Wohnungen wurden 2016 nur 1300 gebaut. Weitere 5415 hatten Baubeginn und sollen in den nächsten Jahren fertiggestellt werden, immerhin 2832 im Jahr 2018.
(Quelle: Bericht zur Schaffung von Wohnraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)Read more

Berliner Wohnungspolitik

Leider immer wieder muss man als Mieter feststellen, dass Politik in Berlin nicht für die 85% der Bevölkerung gemacht wird, die zur Miete wohnt.
Kurz ein Blick auf den Berliner Wohnungsmarkt, auch wenn die Zahlen hier schon genannt wurden:

1,9 Millionen Wohnungen gibt es in Berlin,
davon rund 1,68 Millionen Mietwohnungen, der Rest sind sogenannte Eigentumswohnungen, also Immobilien in Privatbesitz, die vom Besitzer selbst bewohnt werden oder von ihm vermietet wurden.
Wie viele davon nach wie vor als Ferienwohnungen genutzt werden ist nicht bekannt.

Im Besitz der 6 LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) befinden sich derzeit 320.000 bis 330.000 Wohnungen, Genossenschaften besitzen ca. 200.000 Wohnungen in der Stadt, der Rest befindet sich in Privatbesitz.
Dazu gehören nicht nur Immobilienbesitzer mit 1 oder 2 Mehrfamilienhäusern, sondern auch börsennotierte Wohnungsunternehmen wie die Deutsche Wohnen und die Vonovia.
Insgesamt fast 200.000 Wohnungen gehören dazu, von denen die Deutsche Wohnen bereits 110.000 besitzt.Read more