Kategorie Archives: Miete

Mieterhöhung

Bundestagswahl vorbei, Mieterhöhungsbegehren erhalten.
Zufall?
Vielleicht, jedenfalls landete am Montag nach der Wahl der Brief der Gewobag im Briefkasten. Obligatorisch ist die Frage:
Warum wird die Wohnung bzw. das Haus immer älter und die Miete immer höher?
Diese Frage kann niemand verständlich beantworten, richtige Antwort wäre:
Weil es möglich ist laut Gesetz und Mietspiegel.
Zwei Jahre gab es keine Erhöhung der Grundmiete (auch Kaltmiete genannt), daher sind 4% Erhöhung möglich, die ortsübliche Vergleichsmiete lt. Mietspiegel ist noch nicht erreicht, also ist das Verlangen des Vermieters legitim.

Klar ist auch, dass kein Mieter gerne eine Mieterhöhung hinnimmt, auch wenn wir uns in vielen Jahren daran gewöhnt haben, dass Vermieter das so handhaben und die gesetzlichen Möglichkeiten nach BGB ausschöpfen.Read more

Berliner Wohnungspolitik

Leider immer wieder muss man als Mieter feststellen, dass Politik in Berlin nicht für die 85% der Bevölkerung gemacht wird, die zur Miete wohnt.
Kurz ein Blick auf den Berliner Wohnungsmarkt, auch wenn die Zahlen hier schon genannt wurden:

1,9 Millionen Wohnungen gibt es in Berlin,
davon rund 1,68 Millionen Mietwohnungen, der Rest sind sogenannte Eigentumswohnungen, also Immobilien in Privatbesitz, die vom Besitzer selbst bewohnt werden oder von ihm vermietet wurden.
Wie viele davon nach wie vor als Ferienwohnungen genutzt werden ist nicht bekannt.

Im Besitz der 6 LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) befinden sich derzeit 320.000 bis 330.000 Wohnungen, Genossenschaften besitzen ca. 200.000 Wohnungen in der Stadt, der Rest befindet sich in Privatbesitz.
Dazu gehören nicht nur Immobilienbesitzer mit 1 oder 2 Mehrfamilienhäusern, sondern auch börsennotierte Wohnungsunternehmen wie die Deutsche Wohnen und die Vonovia.
Insgesamt fast 200.000 Wohnungen gehören dazu, von denen die Deutsche Wohnen bereits 110.000 besitzt.Read more

Energetische Sanierung

So, ein paar erholsame Tage im östlichen Nachbarland sind vorbei, nun kann man sich wieder mit den Mieterproblemen bei uns befassen.

Steigende Mieten (siehe Mietspiegel 2017) und andauernder Ärger mit Vermietern wie der Deutsche Wohnen bleiben ganz oben auf der Skala der Ärgernisse, nun aber auch die „energetischen Sanierungen“, die auf die Mieterschaft umgelegt werden können – letztlich aber sinnlos sind, außer dass sie den Vermietern nette Profite verschaffen.

Ist schon der Einfluss des Senats auf die privaten Vermieter nahezu gleich Null, so muss bei den kommunalen Wohnungsunternehmen eine Lösung im Sinne der Mieter gefunden werden. Der Druck der bevorstehenden Bundestagswahl könnte dazu beitragen, dass die Politik eher im Sinne der Mieter und Wähler agiert, da man natürlich ein wählerfreundliches Image braucht um gewählt zu werden. Zumindest in Berlin besteht die Wählerschaft zu 85% aus Mietern, immerhin 12,8% von ihnen wohnen als Hauptmieter bei den LWU (landeseigenen Wohnungsunternehmen).

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Spitzenmieten

Berlin leidet unter Wohnungsnot, d.h. das Angebot ist kleiner als die Nachfrage, besonders im Bereich der Kaltmieten von 5 bis 10 Euro/ m².
Wer bereit oder in der Lage ist, auch 1400 Euro Gesamtmiete monatlich zu zahlen, hat bisher noch kein Problem, doch viele Haushalte können eben das nicht.

Die landeseigenen Wohnungsunternehmen (im weiteren kurz LWU) wollen innerhalb der nächsten 10 Jahre mehrere tausend Neubauwohnungen bauen lassen und kaufen weitere Wohnimmobilien zum derzeitigen Bestand von rund 320.000 Wohnungen dazu.Read more

Deutsche wohnen

…zumindest bei der Deutsche Wohnen nicht besonders gut.

Ein Eindruck, der entsteht, wenn man die Berichterstattung in den Medien der letzten Wochen verfolgt hat und letztendlich auch die verzweifelten Bemühungen des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wohnen im Berliner Abgeordnetenhaus erlebt, die eine Stellungnahme vom Geschäftsführer der Deutsche Wohnen einforderte.
Hier noch ein paar Medienberichte der letzten Wochen
Berliner Kurier
Tagesspiegel

Am 21. Juni schließlich kam Michael Zahn um Rede und Antwort zu stehen.

Erwartungsgemäß waren viele Mieter der Deutsche Wohnen im Saal, und auch der rbb verfolgte die Sitzung.
Nachdem das Unternehmen im Februar „nur“ die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Manuela Damianakis, in den Ausschuss geschickt hatte – angeblich, da der Termin nicht mit dem CEO (Chief Executive Officer = Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzender) abgestimmt wurde – war man auf seine Stellungnahmen gespannt.Read more