Zum Jahresbeginn

So, über 6 Wochen sind vergangen seit dem letzten Beitrag, in der Weihnachtszeit gab es einfach zu viele andere Dinge, die erledigt sein wollten und sollten.
Nun hat also mit 2018 ein neues Jahr begonnen, die Probleme auf dem Wohnungsmarkt sind erwartungsgemäß geblieben.
Wahrscheinlich hatte auch niemand erwartet, dass sie sich auflösen oder plötzlich tausende von neuen Wohnungen verfügbar sind. Auf Grund durchaus sinnvoller und nachvollziehbarer Einschränkungen halten sich private Investoren beim Wohnungsbau zurück, die erwünschten Renditen sind mit den politischen Vorgaben in Berlin nicht zu erzielen.
Wenn auch das Zinstief viele Großkapitalinhaber zum „Betongold“ zieht, haben sie doch keine Absicht sozialen Wohnungsbau zu vertretbaren Mieten zu bereiben. Viele Baugrundstücke in Privatbesitz liegen deshalb brach, nur rund 15 – 20% der bebaubaren Flächen gehören dem Land Berlin.Damit hat die Diskussion eingesetzt, ob man höher bauen sollte, um mehr Wohnungen zu schaffen, ein Hochhausplan wird im Abgeordnetenhaus diskutiert, wo kann oder sollte man wie hoch bauen?
Andere Städte wachsen nach außen, wenn ihre Einwohnerzahl sich erhöht, in Berlin bedeutet das, dass man in Brandenburg bauen müsste, da das Bundesland an der Stadtgrenze endet.
Zusützlich hat man das Gefühl, dass die LWU (landeseigene Wohnungsunternehmen) den geforderten Neubau ausbremsen, da sie der privaten Wohnungswirtschaft näher stehen als dem Senat.
Auch wenn man davon ausgeht, dass Neubau eine lange Planungsphase braucht bevor der erste Spatenstich gemacht wird, gibt es doch Kritik, dass diese Phase bewusst in die Länge gezogen wird.
Zahlen dazu besagen, dass in den 11 geplanten großen Wohnungsbaugebieten die letzten Bauvorhaben erst 2030 abgeschlossen werden, 2017 wurden 2976 Wohnungen gebaut.

Ob alle geplanten Wohnungsneubauten tatsächlich im Zeitrahmen bleiben, kann heute noch niemand sagen, Michelangelostr. (1500 Wohnungen) und Buch (1600 Wohnungen) stehen völlig ohne Zeitplanung da, die Elisabeth-Aue ist weiterhin umstritten.
Blankenburg Süd und das Schumacher-Quartier werden nach derzeitigem Planungsstand erst 2030 als letzte fertiggestellt.

Abhängig sind einige der Bauvorhaben auch von der Schließung des Flughafens Tegel, so befinden sich Gartenfeld und Schumacher-Quartier in den Einflugschneisen des aktiven Flughafens.
Ich werde weiter in Abständen darüber berichten, Interessierten empfehle ich auch die Parlamentsdokumentation und die Protokolle des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wohnen.