Monthly Archives: Januar 2017

Mieterhöhungen

Eine Binsenweisheit, die den meisten Mietern bekannt sein dürfte:
Vermieter fordern regelmäßig höhere Mietzahlungen.

Natürlich sind ihnen die Regeln bekannt, mindestens 12 Monate keine Mieterhöhung, dann ein Erhöhungsbegehren, bei dem Mieter 3 Monate Zeit haben müssen für die Zustimmung. Aber alle 15 Monate kann man die Miete erhöhen bis zur Grenze, die der Mietspiegel vorgibt und sofern es nicht mehr als 15% in vier Jahren sind (gilt in Berlin, in anderen Bundesländern teilweise bis 20%).
Bei Modernisierungen dürfen (bisher) 11% der Kosten jährlich auf die Mieten umgelegt werden, also auch eine attraktive Art für Vermieter, die Einnahmen in die Höhe zu treiben, denn natürlich sinkt die Miete nicht nach 9 Jahren wieder, wenn die Modernisierungskosten sich amortisiert haben.Read more

Vernetzung

Im Januar fand ein Treffen der Berliner Mieterräte statt, also jener Gremien, die 2016 auf Grund des WoVG (Wohnraumversorgungsgsetzes) in den 6 kommunalen Wohnungsbaugesellschaften gewählt werden mussten.
Ein ersten Kennenlernen, kurze Berichte über die Ideen und das weitere Agieren als Mietervertreter der einzelnen Gesellschaften.
Mittelfristig ist ein engerer Kontakt zur Senatsverwaltung wichtig, da dort die Weisungen für die WBGen erlassen werden. Die 6 kommunalen WBGen verwalten derzeit ca. 320.000 Wohnungen in Berlin, damit haben sie schätzungsweise 500.000 Mieter, eventuell sogar mehr. Eine geballte Macht, wenn man an Wahlen in Berlin denkt, auch wenn nichtwahlberechtigte Kinder und Jugendliche darunter sind.Read more

Auf ins beginnende Jahr

Die etwas faulen Tage sind vorbei, das fette Essen ist verdaut, der Alkohol der Silvesternacht ebenfalls.
So oder ähnlich könnte man die derzeitige Stimmung beschreiben.

Nun geht es an die Aufgaben für 2017, dazu gehören Vernetzungstermine, also der Informationsaustausch mit den Mieterräten der 5 anderen Wohnungsbaugesellschaften, die Kontaktpflege zu den Mieterbeiräten der Gewobag, Kontaktaufnahme zu politischen Ansprechpartnern und zu Organisationen, die Mieterinteressen vertreten.
Also ein volles Programm. Und nicht abschrecken oder abschütteln lassen, wenn es um Planung und Neubau geht, und die Geschäftsführung unsere Einmischung verhindern will.

Natürlich stehen Mietervertreter und Vermieter auf unterschiedlichen Seiten bei fast allen Interessen, dazu kommt, dass die Gewobag an politische Weisungen gebunden ist und vieles gar nicht frei entscheiden darf. Also den Kontakt zur Senatsverwaltung suchen – seit kurzem ist Katrin Lompscher von den Linken die zuständige Senatorin – und dort ansetzen, die Mieterinteressen einzubringen. Und schauen, ob uns die Wohnraumversorgung Berlin AöR helfen kann oder ob sie ebenfalls nur Senatsinteressen vertritt.

Ach ja, ein realisierbares Sicherheitskonzept für Problemkieze sollte auf der Agenda stehen, auch wenn es sich „nur“ mittelfristig umsetzen lässt, da es eines erheblichen finanziellen Aufwandes bedarf.
Wie weit helfen Sicherheitsdienste dabei? Wo kann auch Videoüberwachung sinnvoll und maßvoll eingesetzt werden?

Ich werde weiterhin berichten, was von allgemeinem Interesse für Gewobag-Mieter, aber auch für die Mieter der anderen kommunalen Gesellschaften ist.